monachus vagans eruditusque

Reisetagebücher des Pater
Laurentius Doberschitz
(1734-1799)

Leitung:

Ao. Univ. Prof. i. R. PD Dr. Günther Bernhard MAS

Ao. Univ. Prof. i. R. Mag. Dr. Marlies Raffler

Orig. K. Grinzenberger, Stift Kremsmünster, Inv. Nr 1177

Vorwort

Als ein Ergebnis des Projektes „Pater Laurentius Doberschitz - monachus vagans eruditusque“,
das an der Karl-Franzens-Universität von Günther Bernhard und Marlies Raffler mithilfe von Studierenden seit Jahren betrieben wird, startet nun mit dieser ersten Serie an Veröffentlichungen die Herausgabe der Itinerarien oder Reisetagebücher des Paters Laurentius Doberschitz.

Itinerarium
parvum

  • In den Jahren zwischen 1757 und 1770 unternahm Pater Laurentius Doberschitz einige Reisen, die ihn nach Wien, Pressburg/Bratislava, Mariazell, in die Umgebung von Kremsmünster und in oberösterreichische Klöster führten. Dabei handelt es sich in der Hauptsache um Erholungsreisen in den Schul- bzw. Studienvakanzen.

    Mehr erfahren

  • Das ganze menschliche Leben auf Erden ist nichts dene eine unaufhörliche Wanderschaft.22 Von einem Tage auf den anderen kommen wir näher zu den Tod, und nirgends haben wir eine bleibende Statt, als einstens an jenem Ort, um dießen veste Besitzung wir uns in unserer Pilgerschaft auf Erden durch eine glücklich oder unglückliche Ewigkeit haben würdig gemachet. Diese Wanderschaft kann geschehen, und geschieht auch wirklich, ohne es zu vermerken, von Jedermand, ohne aus dem Zimmer unter den freyen Himmel zu kommen zu geschweigen, daß man große Reisen in [S. II] fremde Länder mache.

    Mehr erfahren

Graz

  • Am Morgen des 25. August 1789 versammelte sich im oberösterreichischen Kremsmünster eine beträchtliche Menschenschar, um eine auf den ersten Blick recht ungewöhnliche Reisegesellschaft zu verabschieden. Zwei Benediktinermönche und eine junge Frau bestiegen eine Lohnkutsche, um gemeinsam nach Innerösterreich in die Hauptstadt der Steiermark, Graz, zu fahren.

    Mehr erfahren

  • Journal oder Tägliche Beschreibung jener Reise, welche in dem Jahre 1789, den 25. August, nach Grätz in Steuermarkt mit Erlaubniß der Obern angetretten, und den 5. September mit Gott auch glüklich vollendet hat.

    Mehr erfahren

  • Journal oder Tägliche Beschreibung jener Nächstenliebreise, welche in dem Jahre 1791 den 12. Mai nach Grätz in Steyermarkt mit Erlaubniß der Obern angetretten und den 23. mit Gott auch glüklich vollendet hat.

    Mehr erfahren

Schwarzwald

  • Als Gelehrter mit aufgeklärt-kritischem Geist versuchte Doberschitz, wunderliche Erzählungen und Anekdoten zu verifizieren, indem er Gewährsleute befragte, oder sich unmittelbar an den Ort des Geschehens begab. Sein Interesse gilt auch den Verfassern von Traktaten zu Erfindungen, mechanischen Abläufen oder Naturbeobachtungen. Pater Laurentius Doberschitz zeichnet mit seinem Journal der Schwarzwald-Reise von 1763 das Bild einer Welt, die sich am Vorabend eines großen Umbruches befand und gibt Einblicke in eine Zeit barocker Frömmigkeit und in eine Welt der Klöster und kirchlichen Einrichtungen, die in den folgenden Jahrzehnten mehr und mehr zurückgedrängt wurde.

    Mehr erfahren

  • Journal oder Tägliche Beschreibung jener Reise, welche in dem Jahre 1763 den 9. September in den Schwarzwald mit Erlaubniß der Oberen angetretten, und den 15ten October mit Gott auch glücklich vollendet hat.

    Mehr erfahren

Ao.Univ.-Prof. i. R. Dr.phil. Guenther Bernhard, MAS

Studium der Geschichte und Klassischen Archäologie an der Universität Graz; Dissertation bei Univ. Prof. Dr. F. Hausmann mit dem Thema „Die Geschichte der Kartause Seiz im Mittelalter“(Promotion 1988); 1986-1989 Teilnahme am 58. Ausbildungskurs des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung in Wien; 1990-1997 (mit zeitlichen Unterbrechungen) Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Projektbearbeiter am Forschungsinstitut für Historische Grundwissenschaften der Universität Graz u; 1997-2000 Dienstvertrag beim FWF; 2000 Vertragsassistent am Forschungsinstitut für Historische Grundwissenschaften; seit 2002 vollbeschäftigter Vertragsassistent am Institut für Geschichte; 2008 Habilitation im Fach „Historische Hilfswissenschaften“; 2017 Habilitation im Fach „Regionalgeschichte“. Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung.
Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Reichsgeschichte, Regionalgeschichte im Donau-Alpen-Adria-Raum, Historische Grundwissenschaften mit besonderer Berücksichtigung von Mittelalter und Früher Neuzeit.

Link zu den Publikationen

guenther.bernhard@uni-graz.at
+43 316 380 - 1486